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Gewerblicher Autohandel: Diese 8 Pflichten musst du kennen

Vom Sachmangelhaftungsgesetz bis zur GwG-Pflicht – worauf gewerbliche Händler 2026 unbedingt achten müssen.

5. Mai 2026 8 Min.

Wer mehr als 3 Autos pro Jahr verkauft, gilt in Deutschland schnell als gewerblicher Händler – mit entsprechenden rechtlichen Pflichten. Wir zeigen die wichtigsten.

1. Gewerbeanmeldung

Sobald die Verkaufsabsicht überwiegt, ist eine Gewerbeanmeldung beim Ordnungsamt erforderlich (ca. 30 €). Spätestens ab dem 4. Verkauf pro Jahr wird das Finanzamt aufmerksam.

2. Sachmangelhaftung

Gegenüber Verbrauchern (B2C) kann die Sachmangelhaftung nicht ausgeschlossen, aber auf 1 Jahr verkürzt werden (§ 476 BGB). Erst nach 6 Monaten muss der Käufer beweisen, dass der Mangel schon bei Übergabe bestand.

3. Geldwäschegesetz (GwG)

Bargeldannahme über 10.000 € muss seit 2020 dokumentiert und an die FIU gemeldet werden. Ab 2027 sinkt die Schwelle auf 3.000 €. Ein Risikomanagement-System wird Pflicht.

4. Steuern

  • Differenzbesteuerung (§ 25a UStG) für Gebrauchtwagen
  • Aufzeichnungspflicht für jedes Fahrzeug einzeln
  • IHK-Pflichtmitgliedschaft

5. Datenschutz (DSGVO)

Datenschutzerklärung auf der Website, Auftragsverarbeitungsverträge mit Tools wie Nexcardeal, Löschkonzept für Kundendaten.

6. Garantie & Gewährleistung

Nicht verwechseln: Gewährleistung ist gesetzlich, Garantie freiwillig. Wenn du Garantie anbietest, gelten die Bedingungen verbindlich.

7. Werbung & Preisangaben

Pflichtangaben in Inseraten: Verbrauch, CO₂-Emissionen, ggf. Energieeffizienzklasse (Pkw-EnVKV).

8. Dokumentationspflicht

Alle Kaufverträge, Fahrzeugdokumente und Zahlungsbelege müssen 10 Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO).

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